Im Interview mit einer Prostituierten


prostituierte

Die interessantesten Fragen, die man einer Prostituierten stellen kann…

Ich hatte letzte Woche einen längeren Aufenthalt im schönen Hamburg und da dachte ich mir: „Lass mal ein Interview mit einer Prostituierten machen und wir schauen dann, ob da was interessantes bei rauskommt!“ Gedacht, getan!

Ich habe mich für euch in Hamburg mit einer Professionellen getroffen, die schon über 35 Jahre im Horizontalgewerbe einen auf Business macht, davon über 15 Jahre auf der berühmten Reeperbahn. Ich denke, wenn jemand Geschichten erzählen kann, bei denen uns die Fußnägel anfangen zu schimmeln, dann doch sie, oder?

Warum ich das alte Mädchen interviewet habe? Zum einen, weil das Interview mit einem weiblichen Pornostar bei euch sehr gut angekommen ist (bildet euch aber nicht zuviel drauf ein, eigentlich kratzt es mich einen feuchten was euch gefällt) und zum anderen weil ich finde, dass über Prostituierte in unserer Gesellschaft viel zu viel geurteilt wird aber mal wieder kaum einer nur im Ansatz Ahnung über dieses Berufsfeld hat. Das geht so nicht und deshalb ändere ich das hiermit!

Wie ihr ja wisst, wird auf diesem Blog kein Tabu ausgelassen und ich habe auch absolut keine Angst vor bösen Worten, daher kann ich mir gut vorstellen, dass ihr nach diesem Artikel die männliche Natur als solche, von einer Seite sehen werdet, die ihr so noch nicht auf dem Radar hattet, das hoff ich zu mindestens für euch.

Von knall harter Prostitution und zweckentfremdeten Hackfleisch

Bevor ich mit dem Ergebnis des Interviews anfange, möchte ich noch darauf hinweisen, dass die folgenden Zeilen nicht für Innentaschenbügler geeignet sind. Ich komm gleich zu den Fragen und lass das langweilige Bla Bla weg:

Wie bist du zur Prostitution gekommen?

Naja, ich komme ursprünglich aus Rumänien und als ich jünger war, habe ich meinem Mann gesagt, ich gehe für zwei Wochen eine Cousine in Deutschland besuchen, in Wirklichkeit habe ich hier in Deutschland angeschafft. Der Grund war, dass ich hier in zwei Wochen mehr als mein Jahresgehalt in Rumänien als Fabrikarbeiterin verdient habe. Außerdem brauchte ich das Geld dringend, da mein Bruder schwer krank war und kein Geld für eine gerechte medizinische Behandlung hatte.

Ich rege mich über mich selbst auf, dass ich mein Leben heute morgen noch gehasst habe, weil die Spinattaschen beim Bäcker aus waren! (Für die Unterbelichteten unter euch: Kursiv, ist was ich mir dabei gedacht habe)

Warum hast du doch noch solange deinen Körper verkauft?

Das habe ich mich später oft gefragt aber ich stand vor einfachen Entscheidung mit schweren Folgen. Als ich in Deutschland meinen „Ferienjob“ erledigte, hat mich eine Kollegin bei meinem Mann in Rumänien verpetzt. Dieser drohte mir mit den schlimmsten Folgen, wenn er mich in die Finger bekommen würde. Zudem hat mein gesamtes Dorf davon gewusst. Eine Rückkehr in die Heimat war daher nicht mehr möglich. Wo sollte ich dann hin? Keine Sprache + keine Bildung – Heimat = Prostitution.

In diesem Augenblick kann ich nach all den Jahren noch immer einen Blick an ihr erkennen, der ihr gesamtes Leben traurig reflektiert. 

Wie haben deine Freunde und Familie auf die Wahrheit reagiert?

Es haben sich alle von mir abgewendet, als wäre ich ein Mörder. Mein Vater hat sich damals mit meinem Mann zusammen getan, um mich hier in Deutschland zu suchen. Gott sei es gedankt, dass mich diese Psychopathen nicht gefunden haben. Nicht mal mein Bruder wollte mein „schmutziges Bumsgeld“ wie er es nannte, zwei Jahre später ist er auf Grund seiner unbehandelten Krankheit gestorben.

Wie war dein erstes mal mit einem Kunden?

Es war furchtbar, er war übergewichtig und jeder streunende Hund war gepflegter als er. Als ich ihn oral befriedigen wollte, wurde mir so schlecht, dass ich mich fast übergeben musste. Ich legte mich dann hin und er holte sich das, wofür er bezahlt hatte. Ich kam mir dabei so wertlos, schmutzig und falsch vor, dass ich weinen musste. Als er mein Weinen bemerkte, rastete er aus und nur aus Angst konnte ich meine Tränen zurück halten, bis er mit seinen erniedrigenden Stößen aufhörte und sein Grunzen verstummte.

Das Gespräch ist sehr betrückend und ich entscheide mich, das Thema zu wechseln. 

Lass uns mal zu den dunklen Abgründen des männlichen Sexualverhaltens wechseln. Was war das abgefahrenste, das jemals mit dir ein Freier machen wollte?

Ach Jungchen, in Sachen kranker Mist habe ich leider schon mehr vergessen als du je gesehen hast. Um dir mal ein Gefühl für den normalen Wahnsinn zu geben: Es kam mal ein junger Mann zu mir, der seine Mutter beim masturbieren erwischt hatte. Das hat ihn so verstört, dass er von mir wollte, dass ich für ihn die Szene nachspiele. Ich musste ihn Sohn nennen und er nannte mich Mutti. Das Spiel ging so aus, dass er mich (seine gespielte Mutter) für meine „Sau-Taten“ mit Vergewaltigung bestraft hat.

WTF

Aber das wirklich kränkste, das ein Freier von mir wollte war…

Bitte nicht! Ich habe keine Lust mir die halbverdaute Currywurst von meinen Schuhen zu kratzen!

Also, vor einigen Jahren kam ein kleiner dürrer Mann zu mir und legte mir 500 DM hin, er meinte, er wolle was besonderes von mir und daher würde er mich auch gerne besonders bezahlen. Ich fragte ihn natürlich bevor ich das Geld annahm, was er denn genau wolle? Ich dachte jetzt kommt irgendwie so was, dass ich ihm ne Flasche Tabasco in den Po kippen soll aber was dann kam nahm mir wirklich die Sprache.

Er packte eine Tupperdose aus und öffnete sie, darin war eine graue Masse, die wirklich abscheulich roch. Es stellte sich heraus, dass es vergammeltes Hackfleisch war. Er wollte, mich mit dieser stinkenden Masse füttern und das mit einem kleinen Silberlöffel, den Kinder meist zur Taufe bekommen! Anstatt nein zu sagen, drückte ich sofort den Panikknopf am Bett und in weniger als einer Minute stand ein langhaariger Muskelmann in meinem Zimmer, der diese entgleiste Person mit „großem Nachdruck“ aus meinem Zimmer entfernte.

Die Currywurst klopft laut an meinem Rachen an!

Was war dein Lieblingskunde?

Mein liebster Freier war vor ein paar Jahren ein Mann mit 72 Jahren, der mich zwei mal die Woche besuchte. Der arme Klaus!

Donner Littchen Oppa!

Er wollte jedoch keinen Sex gegen Bezahlung, sondern nur, dass ich mit ihm zum Kaffe und Kuchen gehe. Der arme Mann war wirklich sehr einsam.

Ach so…

Gab es auch Momente, in denen du wirklich Lust auf Sex mit einem Freier hattest?

Ich will die Frage mal mit einer Gegenfrage beantworten: Wenn du jeden Tag Gulasch aus der billigen Dose essen musst und ich dich dann auf einmal ins Restaurant zum Gulasch essen einlade, hättest du da Lust drauf?

Hmmm Gulasch… Ich glaube aber das heißt NEIN!!!

Was weißt du über organisierte Prostitution?

Beinahe jede Prostituierte gehört einem Zuhälter. Und glaub mir, manche Luden sind so fies, dagegen ist ein Scheidenpilz  angenehm. Einmal haben es die Luden in einem Bezirk mit der „Strenge“ zu weit getrieben, das Ergebnis war, dass sich ihre Prostituierten zusammengeschlossen haben und eine Art „Nuttenmafia“ gegründet haben, die bald den ganzen Bezirk ludenfrei regiert hat. Leider steigt Macht den Menschen schnell zu Kopf und aus den alten Opfern wurden schnell die neuen Täter.

Was willst du den Leuten da draußen sagen?

Ich möchte ihnen sagen, dass sie den Prostituierten die Wertschätzung entgegen bringen sollen, die sie sich durch ihren positiven Beitrag an der Gesellschaft verdient haben. Sie sollen sich vorstellen, in welcher Welt sie leben müssten, wenn sich die ganzen kranken Männer da draußen nicht gegen Geld sexuell abreagieren könnten. Die Straßen wären bei Nacht ein gefährliches Terrain für jede Frau, die sich nicht wehren kann. Wir nehmen genau diese Last der Gesellschaft ab, ob freiwillig, gezwungen von Menschenhändlern oder aus Mangel an Alternativen. Und jetzt Frage ich diese Menschen, die über Prostituierte auf Grund ihres Aussehens und Lebensstils urteilen: Wie würdet ihr aussehen, wenn ihr euch Nacht für Nacht den verschiedensten Gestalten ausliefern würdet? Würde euch am nächsten Morgen die Sonne aus dem Arsch scheinen, egal wie verstörend die Nacht war? Würdet ihr keine Drogen nehmen, um ein unerträglich hoffnungsloses Leben zu ertragen? Solch eine Existenz hinterlässt seine Spuren, keiner kann diese Frauen verurteilen, weil sie vernarbte Gesichter und Seelen haben!

Ok und jetzt die letze Frage: Was wünschst du dir am meisten, wenn du auf dein Leben zurück blickst?

Ich möchte meine Tochter wieder sehen, die ich auf Grund meines Mannes nie wieder sehen konnte.

7 Gedanken zu “Im Interview mit einer Prostituierten

  1. Ich bin ein Mann und ich wünsche dieser Frau, dass sich der Wunsch mit Ihrer Tochter erfüllt!
    Und sonst bin ich ganz sprachlos und hilflos: Frau und Mann sind so unterschiedlich und wann klappt es, dass beide glücklich sind? Frau und Mann sehnen sich nach Liebe, Zärtlichkeit und haben sexuelle Bedürfnisse. Nur so ganz anders! Neulich las ich, viele Frauen suchen vor allem Männer, die Karriere machen oder wohlhabend sind. Frauen suchen hier Beschützer, aber ist das Liebe und wie kann hier Erotik stattfinden? Und was suchen die Männer? Neben bravem Mütterchen wollen sie gleichzeitig eine Frau, mit der alle möglichen Sauereien gemacht werden können. Und dann gibt es noch alle anderen möglichen Spielarten, was Frauen und Männer wollen. Und wie selten gibt es wirkliches Glück?
    Und so sind Frau und Mann so unterschiedlich und diese arme Prostituierte trägt die Abartigkeiten von uns Männern. Eigentlich müssen wir ihr dankbar sein, denn diese Männer, die sie befriedigt hat, würden sonst vielleicht andere Frauen demütigen/vergewaltigen oder sonstiges Kriegerisches in die Welt bringen.
    Wie ich am Anfang sprachlos und hilflos war, bin ich es auch zum Schluss. Buddha hätte gesagt: Leben ist Leiden. Aber das hilft auch nicht weiter. Wir Deutschen wissen immer ein kluges Wort, doch ich weiß keines. Nur – wir müssen uns bemühen, anständig zum anderen Geschlecht zu sein.
    Und alles Gute für die Prostituierte.

  2. Ich möchte dass diese Frau weiss, dass ich sie liebe. In anderen Worten ich bin ihr gegenüber mit liebe erfüllt, auch wenn ich sie nicht persönlich kenne. Wenn wir alle nur ein 100tel ihrer stärke hätten wären wir glückliche Menschen. Ich würde sie am liebsten umarmen und mich bei ihr bedanken, nicht für ihre „arbeit“ aber für ihre existenz und ihr wesen. wir können uns alle glücklich schätzen für unser leben. Denn die meisten von uns würden nach dem was diese frau(en) an einem tag sieht für ein ganzes leben verstört seien. Und doch sitz sie da und spricht aus was ausgesprochen werden muss mit soviel tiefe wie wir uns nicht vorstellen können. Denn die wenigsten wären in der lage nach solchen Erlebnisses so respektvoll zu Außenstehenden zu sprechen. Geschweige denn ihr leben weiterzuführen. Ich wünschte ich könnte diesen Frauen auf ieine weise helfen. Gott sei mit Ihnen. Und Gott sei auch mit uns, dass wir unser leben zu schätzen wissen und jede sekunde ausleben und ausnutzen für diejenigen denen nicht solche Möglichkeiten gegeben wurden. Ich hoffe selbst wenn sie ihre tochter nicht sieht, dass ihre tochter eines tages weiss was für eine liebende und starke mutter sie hat.

  3. Die Frauen verurteile ich in keinster Weise. Wohl aber die Freier. Es STEHT Männern NICHT ZU!! Frauen einfach herzunehmen und einen Anspruch auf diese …nennen wir es Bedürfnisbefriedigung zu erheben. Es erfüllt mich mit Abscheu, dass Prostitution somit eine Notwendigkeit ist.

  4. Bin grad zufällig auf diese wahnsinnig großartige Homepage gestoßen! Musste, als ich diesen Artikel hier gelesen habe heulen! Diese Frauen haben tatsächlich ein großes Dankeschön verdient!! Hut ab!

  5. Und wie sehen Sie das als Mann? Braucht es weibliche „Müllkübel“ gegen Gebühr für eine Gruppe von Männern, damit die sich nicht an Frauen ohne Entgelt austoben?

    • Erstmal würde ich die Damen nicht so abwertend titulieren, und zu der Frage: Ja aber nur wenn sie es freiwillig machen. Es gibt leider viel zu viele kranke Männer, die ihre körperliche Überlegenheit missbrauchen, wenn sie zu lange keinen Sex mehr hatten! Leider!

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